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Nachdem die Vertreter für EU-Mobilitäten am Berufskolleg Eifel, Kerstin Oetter, Valandis Stefanidis und Sebastian Schaber im April beim sogenannten “Matching Meeting“ in Barcelona auf die Partnerschule “Institut Jaume“ trafen, war allen Beteiligten schnell klar, dass eine gute Zusammenarbeit bevorsteht. 

Berfin Toptas, Simon Krebs, Luca Fidder, Jordi Palatzi und Anna Böhrnsen

Im September machten sich zwei angehende Einzelhandelskaufleute und zwei angehende Köche auf die Reise nach Salou, eine vom Tourismus geprägte Stadt südlich Barcelonas. Hier wurden sie von unserem Kooperationspartner Jordi Palatzi (siehe Foto) herzlich in Empfang genommen. 

Im Folgenden der Erfahrungsbericht der vier Auszubildenden vom BK Eifel: 

Das Auslandspraktikum war wirklich ein sehr tolles Erlebnis. Wenn man die Möglichkeit hat, daran teilzunehmen, dann sollte man sie auch nutzen. Die erste Woche war für uns sehr aufregend, wir waren total neugierig, was alles auf uns zukommt und was es heißt, in einem fremden Land zu leben. Als wir in unserem Appartement eingecheckt hatten, ging es auch schon sofort weiter. Wir haben uns in unserem zukünftigen Geschäft(Boutique)/Restaurant, in dem wir 3 Wochen gearbeitet haben, vorgestellt. 

Arbeitsplatz: Boutique Queens Blaumari 

Die Arbeitskollegen waren alle sehr nett und hilfsbereit. Die Menschen in Spanien oder eher gesagt in Katalonien, sprechen wenig Englisch. Anfangs war es schwer, sich mit den Kollegen zu verständigen, wir mussten mit Händen und Füßen kommunizieren, doch nach ein paar Tagen fiel uns das allen einfacher und man konnte das Wichtigste verstehen. Die Standardwörter, die man jeden Tag im Verkauf benutzt, haben wir gelernt und dadurch konnten wir den ein oder anderen Spaniern helfen oder auch sogar beraten. Viele Touristen gab es auch, aber das waren eher Engländer, Franzosen, Russen oder Holländer. Viele deutsche Touristen gab es nicht und wenn doch, dann haben wir uns wirklich gefreut und haben unser Bestes bei der Beratung gegeben. Viele der Deutschen fanden das wirklich sehr interessant, dass wir hier unser Praktikum machen durften und lobten uns für unser Engagement. Die Spanier sind hier sehr offen und locker. Man ist wirklich willkommen, egal woher 

man kommt. Im Einzelhandel haben wir morgens und abends noch mal 3-4 Stunden gearbeitet und das 6 Tage die Woche, so dass wir auf 40 Stunden die Woche kamen. In Spanien ist es ganz normal, 6 Tage die Woche zu arbeiten. 

Arbeitsplatz: Restaurant Club Nautic Salou 

Wir haben die verschiedenen Arbeitsabläufe der Küche und des gesamten Restaurants kennengelernt, außerdem haben wir dadurch Vieles der spanischen Kultur und der dortigen Sitten gelernt. Jeder Arbeitstag war sehr anspruchsvoll, aber auch lehrreich. Wir haben unter der Woche viel für das Wochenende vorbereitet, weil dort oft große Veranstaltungen, wie zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstage, stattgefunden haben. Gut fand ich, dass die Mitarbeiter mich schnell haben eigenständig arbeiten lassen und mir die Verantwortung dafür übertragen haben. 

Durch das Auslandspraktikum lernt man das eigenständige Leben und auch, dass es im Ausland viele verschiedene Gewohnheiten gibt, die es in Deutschland nicht gibt. Salou ist ein sehr schöner Ort und wirklich eine Reise wert. Die Lage unseres Appartements war perfekt. Man hatte nur 15-20 Minuten Fußweg zur Arbeit und 5 Minuten zum Strand. 

Insgesamt hat uns das Praktikum sehr gut gefallen. Es war eine neue, bereichernde Erfahrung für jeden von uns. Wir würden so ein Praktikum jedem weiterempfehlen, da es nicht nur für den jeweiligen Beruf hilfreich und interessant ist. 

(Bericht und Fotos: Luca Fidder und Berfin Toptas) 

Das EU-Mobiltätsteam bedankt sich ganz herzlich bei Herrn Jordi Palatzi für die tolle Zusammenarbeit und freut sich darauf, im nächsten Jahr die ersten spanischen Schülerinnen und Schüler begrüßen zu dürfen. 

Kerstin Oetter/Sebastian Schaber – Auslandspraktika