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Wirtschaftsfachschule für Tourismus/Klasse WFT18: Am Mittwoch, den 12.06.19 besuchte Herr Dr. Schüller unsere Wirtschaftsfachschule Fachrichtung Tourismus, im Rahmen des Unterrichtfaches Veranstaltermanagement, geleitet von Frau Mehl. Herr Dr. Schüller ist Leiter des Natur- und Geoparks Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz) und gab uns einen Einblick in die Aufgaben und Verpflichtungen eines Geoparks sowie seines persönlichen beruflichen Werdegangs.

2019 06 12 WFT Schueller

Zunächst stellte Dr. Schüller seinen beruflichen Werdegang sowie die Entstehung des Geoparks vor. Er startete damals an der Universität Trier mit einem Studium in Geowissenschaften. Nach dem Abschluss des Studiums fand er in einem Forschungsprojekt an der TU Berlin seine erste Anstellung. Forschungsprojekte sind in der Regel zeitlich begrenzt, so dass nach 3,5 Jahren ein erneuter Arbeitsplatzwechsel stattfand. Für 11 Jahre arbeitete Dr. Schüller beim Landkreis Vulkaneifel in der Funktion als Umweltberater. Danach erfolgte die Übernahme der Geschäftsführung für die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH.

Zunächst einmal wurde uns mitgeteilt, dass ein Geopark ein Gebiet mit einem besonderen geologischen Erbe von internationaler Bedeutung ist. Nach einigen interessanten Gesprächen über geologische Themen, begann Dr. Schüller etwas über die Gründung und Geschichte des Geoparks zu berichten. So entwickelten sich erste Teil des Geoparks bereits 1987 in Hillesheim (Rheinland-Pfalz). In den 1990er Jahren entstand das sogenanntes European Geoparks Network. Dieses bestand zunächst aus Gebieten in Frankreich, Griechenland, Spanien und der Vulkaneifel aus Deutschland. Im Jahre 2004 folgte über Europa hinaus gehend dann die weltweite Etablierung des Global Geopark Network, und schon 2015 gab es Geoparks in 33 verschiedenen Ländern. 2015 war ein entscheidendes Jahr für den Geopark Vulkaneifel mit den Dauner Maaren als Aushängeschild. Er erhielt die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark (einer von 6 in Deutschland).

Herr Dr. Schüller machte uns die Bedeutung eines Geoparks deutlich. Ein Geopark sei ein sehr wichtiger touristischer Akteur in der Region. Er machte dies an einigen Beispielen deutlich. So zeigen zum Beispiel Hotels, dass sie sich den Themen des Geoparks annehmen und beispielsweise ihre Außenbereiche mit Vulkangestein schmücken oder Restaurants „Vulkanische Speisekarten“ anbieten.

Zum Schluss durften wir noch Fragen stellen und konnten so noch Einiges rund um den Geopark, den Tourismus und den Vulkanismus erfahren. Dabei wurde nochmal das Ziel des UNESCO Geoparks Vulkaneifel deutlich, mit der Kernausrichtung auf  „Vulkanismus“ deutschlandweit ein touristisches Aushängeschild zu werden.

Für dieses sehr ausführliche, neue und sehr interessante Themengebiet möchten wir uns für die Präsentation und Zeit von Dr. Andreas Schüller herzlichst bedanken.

Text: Daniel Klinkhammer/Corinna Mehl/Dr. Andreas Schüller

Foto: Daniel Klinkhammer

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