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Durch das Erasmus+ Programm hatten wir die Chance an einem 3-wöchigen Praktikum im Mai 2017 in einem Nautic-Club, südlich von Barcelona teilzunehmen. In dem Club Nautic Salou wurden wir in der Finanzbuchhaltung sowie im Marketing eingesetzt. 

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Der Club Nautic Salou ist eine Art Wassersportclub mit eigenem Hafen und vielen Mitgliederaktivitäten, neben Stellplätzen für Jachten und Boote, bietet der Club Nautic auch deren Wartung an. Außerdem hat man als Mitglied des Clubs die Möglichkeit das Fitnessstudio sowie zahlreiche Wassersportaktivitäten zu besuchen. Zusätzlich verfügt der Club Nautic noch über ein erstklassiges Restaurant, welches traditionelle spanische Küche anbietet. 

Wir haben uns schon vorher sehr gefreut unsere Englischkenntnisse auf die Probe zu stellen, da wir es als einzige Möglichkeit der Kommunikation sahen. 

Nach der Ankunft stellte sich jedoch schnell heraus, dass viele Spanier nur wenig oder gar kein Englisch sprechen. Durch diese neue Herausforderung motiviert, lernten wir so neue Möglichkeiten mit den Einheimischen zu kommunizieren. Schnell wurde uns dabei klar, dass man nicht die gleiche Sprache sprechen muss, um miteinander zu kommunizieren. 

Die Suche nach einer Unterkunft wurde uns dank „Airbnb“ enorm erleichtert, so konnten wir zusammen mit einer kleinen einheimischen Familie den spanischen Alltag erleben. 

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Vom ersten Tag an wurden wir direkt als vollwertige Mitarbeiter ins Team eingebunden. Die Sprachbarrieren waren absolut kein Problem, auch wenn nur wenige Kollegen die englische Sprache beherrschten. Das Arbeitsverhältnis war sehr kollegial und gelassen, besonders mit dem Manager des Club Nautics konnten wir schnell ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen. 

Allgemein war die spanische Mentalität sehr gelassen und entspannt, dies war für uns anfangs sehr ungewohnt, da es in Deutschland schon etwas geregelter abläuft. 

Die Aufstellung einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Übersetzung von Anmeldeformularen und das Erstellen von Rechnungen waren unsere Aufgaben in der ersten Woche. Nach der Fertigstellung der GuV-Rechnung haben wir die Auswertung der Zahlen über Statistiken und Grafiken abgeschlossen. 

In der zweiten Woche haben wir uns mit der Raceboard-Weltmeisterschaft beschäftigt. Diese findet dieses Jahr im September in Salou statt. Neben Übersetzungen von Angeboten und Karten für die englischen und deutschen Gäste, haben wir auch Plakate und Flyer entworfen. In einem kleinen Team konnten wir unsere Flyer Entwürfe durchsetzen, denn besonders unser Chef war begeistert von den Ergebnissen. Wären wir ein wenig länger geblieben, könnten wir nun unsere Werke in ganz Salou bewundern. 

In der letzten Woche haben wir den Cash-Flow berechnet und im Anschluss analysiert. 

Als letzte Aufgabe haben wir uns über geeignete Unterkünfte, Campingplätze und Bootsverleihstellen für die Raceboard-Weltmeisterschaft informiert wozu wir dann passende Flyer erstellt haben. 

Leider wurde es dann auch schon Zeit uns von unserem Kollegen zu verabschieden, wir fanden es sehr schade, den Club Nautic wieder verlassen zu müssen, jedoch hat man die Heimat auch vermisst. Es war eine sehr interessante Erfahrung den spanischen Arbeitsalltag kennenzulernen besonders, weil dieser viel entspannter als der deutsche ist, aber nach drei Wochen fängt man auch an, die deutsche Ordnung zu vermissen. 

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Neben der Arbeit hatten wir natürlich auch Freizeit die wir nach unserem Interesse nutzen konnten. Im Mai kann man in Salou noch eine sehr ruhige Zeit genießen, da es noch außerhalb der Hochsaison ist. Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit einige Abende ganz entspannt am Meer ausklingen zulassen. 

Mit den günstigen Verkehrsmitteln konnten wir auch umliegende Städte wie Cambrills, Tarragona und natürlich Barcelona erkunden. 

Tarragona und Barcelona waren sehr interessant, da beide Städte sehr kulturreich sind und schöne Altstädte besitzen. 

Die Menschen in Salou sind sehr offen und höflich, daher konnten wir auch sehr viele neue Leute kennenlernen und interessante Gespräche führen. 

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Die meisten Touristen in Salou kommen aus England, Irland und Russland, deutsche Touristen lassen sich in Salou nur sehr schwer finden. 

Zusammengefasst können wir sagen, dass es für uns eine sehr gute Erfahrung war, sowohl die Arbeitserfahrung als auch die persönlichen Erlebnisse werden wir so schnell nicht vergessen. Wir werden vieles, was wir in Spanien gelernt haben mit nach Deutschland nehmen, besonders die spanische Mentalität könnte man in Deutschland manchmal gut gebrauchen. Wir können sagen, dass unsere Arbeitskollegen gute Freunde geworden sind und wir uns in Zukunft sicher wiedersehen werden. 

Wir sind froh diese einmalige Chance genutzt zu haben und können es jedem empfehlen. Danken möchten wir zudem Herrn Schaber, für die Unterstützung vor und nach dem Praktikum und den Besuch vor Ort. 

Text: Andy Brauer und Georg Schwab 

Fotos: Andy Brauer und Sebastian Schaber

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