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Bereits in einigen Monaten wird es für die WG14 nicht mehr darum gehen, Hausaufgaben zu erfüllen, Referate und Präsentationen vorzubereiten sowie für Tests und Klausuren zu lernen. Fest geglaubte Strukturen werden aufgebrochen, unterschiedliche Wege werden gegangen –  sowohl geographischer als auch inhaltlicher Natur. Dieser bevorstehende Beginn eines Lebensabschnitts, der nach dem Abitur unumgänglich erfolgen wird, bedeutet für eine Vielzahl der Schülerinnen und Schüler i.d.R. Folgendes: der Besuch einer Universität.

Um den von Herrn Tintelott und Herrn Kemendi begleiteten Schülerinnen und Schülern der WG14 des BKE potenzielle Zukunftsaussichten an einer deutschen Hochschule aufzuzeigen und einen ersten Einblick in Abläufe, Strukturen, Studiengänge und Abschlüsse zu gewähren und sie für die Möglichkeiten, die der Standort Bonn bietet, zu sensibilisieren, stand Dipl.-Päd. Kathrin Stapel von der Zentralen Studienberatung der Universität Bonn den mitunter sehr spezifischen Fragen unserer interessierten Schülerschaft kompetent und hilfreich Rede und Antwort.

Nach einer Vorstellung der aktuellen Studierendenzahlen an der Universität Bonn (aktuell ca. 35.600) wurde der WG14 anschaulich erklärt, welche Faktoren maßgeblich an der Bewerbung und Zulassung für einen gewünschten Studiengang beteiligt sind. Ferner wurden Antworten auf die folgenden Fragen, die den Schülerinnen und Schülern bereits vor der Veranstaltung auf der Zunge lagen, gegeben: Welche Bedeutung ist dem Numerus Clausus (NC) beizumessen und wie wird dieser Wert gebildet? Was wird unter dem irreführenden Begriff ‚Wartesemester’ verstanden? Wie können ggf. schwer limitierte Studiengänge mithilfe von alternativen ‚Überbrückungsmöglichkeiten’ trotz vermeintlich suboptimaler Ausgangssituationen studiert werden? Wie/Wo/Wann bewerbe ich mich fristgemäß?

Wie sich im Vortrag herausstellte, zeichnet sich die Universität Bonn nicht nur aufgrund ihrer geographischen Nähe zur Eifel als ideale Ausbildungsstätte der herangehenden Abiturientinnen und Abiturienten aus; das Spektrum der auszuwählenden Studiengänge reicht von Sprach-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie Theologien über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, einem Studiengang für Landwirtschaft und Ernährung bis hin zu Naturwissenschaften und sogar medizinischen Studiengängen im Bereich der Human- und Zahnmedizin. Wer sich dafür erwärmt, den vielseitigen Beruf als Lehrer in Erwägung zu ziehen, der kann dies an der Universität Bonn ebenfalls tun – vorausgesetzt, es besteht ein Interesse an den Schulformen Gymnasium/Gesamtschule/Berufskolleg.

Zwar gilt die Aufnahme eines Studiums als wertvolle Chance, die Professionalisierung in einem bestimmten Bereich aufzunehmen, jedoch sind auch die hiermit einhergehenden Fragen hinsichtlich der Finanzierung zu klären. Dipl.-Päd. Kathrin Stapel konnte auch in diesen Punkten bereits wertvolle Tipps im Hinblick auf die Finanzierung des Lebensunterhalts sowie der Wohnsituation in Bonn geben. Nach schülerseitigen Schätzungen wurde das Rätsel schließlich gelöst: das Leben als Student in Bonn setzt ein Budget inkl. sämtlicher Nebenkosten von ca. 700-800 Euro pro Monat voraus, was durch ein zusätzliches Jobben während des Studiums bzw. durch die zu prüfende Gewährleistung von Krediten, Stipendien sowie dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) realisiert werden kann.

Nach einer einstündigen Info-Veranstaltung und der Bereitstellung von Flyern stand es den Schülerinnen und Schülern der WG14 frei, eine (oder mehrere) ihren Interessen entsprechende Vorlesung(en) zu besuchen und für einen Tag studentische Luft zu schnuppern.

Wo geht es hin, WG14? So viel ist sicher: Es bleibt spannend!

Text + Bilder: Emin Kemendi