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Bereits zum 4. Mal fand am 2. Dezember 2015 der Labortag für die Mittelstufe der Medizinischen Fachangestellten statt. In diesem Jahr waren wir zum ersten Mal in Leverkusen bei der Niederlassung des MVZ synlab. Dort wurden uns ein Vortragsraum und Verpflegung zur Verfügung gestellt.

 

Interessiert folgten die Schülerinnen zunächst einem Vortrag von Harry Feigert von der Firma Sarstedt zum Thema Präanalytik. Er stellte die verschiedenen Verfahren der Blutabnahme vor und ging hierbei auch auf häufige Fehlerquellen ein. Die Auszubildenden steuerten an vielen Stellen des Vortrages ihre Praxiserfahrungen bei. Durch den Vortrag wurde die Bedeutung der sachgemäßen Probengewinnung deutlich, denn ansonsten kann eine Probe nicht vom Labor bearbeitet werden bzw. falsche Werte liefern. Beides kann für die Patienten dramatische Folgen haben.

Nach der Mittagspause wurden die Schülerinnen von den Mitarbeiterinnen des MVZ synlab Leverkusen Teresa La Piccirella und Melanie Zimmer durch die verschiedenen Labore geführt. Die Schülerinnen erkannten, dass Laborwerte heutzutage vollautomatisch mit Hilfe vieler verschiedener Maschinen ermittelt werden. Den Labormitarbeitern kommt hier in der Regel die Kontrollfunktion zu. Sowohl die Geschwindigkeit, in der die Maschinen arbeiten, als auch die Größe der Labore beeindruckten sehr. Zudem lernten die Schülerinnen, dass beim MVZ synlab Leverkusen nicht nur Proben aus der Humanmedizin untersucht werden, sondern dass auch Veterinäre ihre Proben dorthin schicken können. Natürlich sind diese Bereiche streng voneinander getrennt.

Mit Herrn Feigert konnten alle die Blutabnahme an einem Blutabnahmekissen üben, hierbei konnten verschiedene Varianten ausprobiert werden. Dieser Teil, der relevant für die praktische Prüfung ist, war vor allem für die Auszubildenden wichtig, die in ihren Praxen keine Gelegenheit zu regelmäßigen Blutabnahmen haben, da diese nicht von allen Fachärzten vorgenommen werden.

Der Laborarzt Christian Müller-de Raadt stellte sich den Schülerinnen in einer Fragerunde zur Verfügung und erläuterte noch einmal die Bedeutung des Labors aus der Arztsicht. Hier wurden Fragen beantwortet, die Schülerinnen bereits im Vorfeld im Unterricht erarbeitet hatten, aber auch für spontane Fragen, die sich aus der Laborführung ergeben haben, war genügend Raum.

Nach einem informationsreichen Tag fuhren die Auszubildenden mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und haben viele interessante Anregungen für ihren Praxisalltag und die Prüfungsvorbereitung mitgenommen. Die Schülerinnen werteten diesen Tag als sehr positive Ergänzung zur Ausbildung in der Praxis und dem Unterricht in der Berufsschule. Die begleitenden Lehrerinnen freuen sich schon auf den nächsten Labortag 2017.

Text und Foto: Britta Weber