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Die Friseurschülerinnen und -schüler des Berufskollegs Eifel besuchten am 19.11.2016 in Rahmen des Aktionstages für berufliche Bildung einen Fachvortrag von Robert Fuhs. Schulleiter Jochen Roebers konnte ihn gewinnen, über Qualifizierungsmöglichkeiten und Karrierechancen im Friseurberuf eingehend zu informieren.

Obermeister Robert Fuhs ist Vorstandsmitglied des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks und Vorsitzender der Berufsbildungsausschüsse im Zentralverband sowie im Friseur- und Kosmetikverband NRW. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in den letzten Jahren ein marktgerechtes und zukunftsorientiertes Aus- und Weiterbildungssystem für Friseure entstanden ist. Für sein ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. 

Der ausgezeichnete Fachmann zeigte interessierten Berufs- und Abschlussschülern/-innen auf, dass die Ausbildung im Friseurhandwerk eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in eine Reihe spannender Berufsfelder sein kann. Aktuell gibt es zahlreiche neue Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Friseure. 

Der Erfolg im Salon hängt heute nicht mehr allein von hervorragender fachlicher Qualität ab. Um am Markt bestehen zu können, so Robert Fuhs, seien zunehmend Marketing- und Servicekompetenzen in den Friseurunternehmen gefragt. Unterstützung leistet hier die Fortbildung zur/zum staatlich „Geprüften Salonservice-Manager/in": Mehr Service für den Kunden durch Umsetzung eines professionellen Marketings. 

Neben dem Haarschnitt ist bekanntermaßen das Thema „Haarfarbe" zur wichtigsten Dienstleistung in den Salons geworden. Gemeinsam mit Partnern hat der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die neue Fortbildung „Geprüfte Coloristin / Geprüfter Colorist" entwickelt. Es ist die erste staatlich anerkannte Qualifizierung dieser Art. 

Neben der Fortbildung zum/zur Meisterassistent/in „Kosmetik im Friseurhandwerk“, Fortbildungen speziell zur Umsetzung des neuen Trends „Hairextensions“ oder Fortbildungen im stärker werdenden Bereich der Haarprothetik, eröffnet auch die berufliche Zusatzqualifikation Meisterassistent/in „Kosmetik im Friseurhandwerk“ Mitarbeitern/ Mitarbeiterinnen neue Karrierechancen. Dies gilt ebenso für die neuen Qualifizierungsmöglichkeiten zum Barber. 

Wer kein eigenes Unternehmen gründen will, kann mit der Meisterprüfung die Leitung eines Studios oder einer Salonfiliale übernehmen oder als Geschäftsführer in größeren Friseurunternehmen tätig sein. Die Ausbildung zum/zur „Betriebswirt/-in im Handwerk“ fand bei vielen der jugendlichen Zuhörer besonderes Interesse. Im voll besetzten Vortragsraum erklärte Robert Fuhs, dass man mit der „Gesellenprüfung plus“-der Gesellenprüfung mit Fachhochschulabschluss - oder mit der abgeschlossenen Meisterprüfung, die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule bzw. einer Hochschule erfüllt. Neu ist in diesem Zusammenhang der Abschluss des „Beauty-Bachelors“, den man nach sechs Semestern Fachhochschule und der bestandenen Bachelorprüfung erwerben kann. 

Ab dem Start der Friseurausbildung steht jedem engagierten Auszubildenden ein umfassendes Weiterbildungsangebot offen. 

Hinweis: Informationen über Seminarangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten sind bei den Innungen, Verbänden, Organisationen und bei der Handwerkskammer zu erhalten.

 

Text: Thea Middelkoop-Kempen

Fotos: Monika Simons